Computerexperten aus Stahnsdorf zu Gast in LER PDF Drucken E-Mail

März 2011, Teltow/Stahnsdorf

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Sven Ronstedt und Christian Kuhnert von der Computerschule "media4kids" gestalteten in allen drei 8. Klassen 90 interessante Minuten, in denen es darum ging, wieviel Ich ins Netz gehört, welche Gefahren im Netz lauern und was Cybermobbing bedeutet. Mit Sven Ronstedt sprach unsere Redaktion.

Was raten Sie Jugendlichen, wenn diese das Internet nutzen?

Sie sollten immer darauf achten, wie viele private Dinge sie im Internet veröffentlichen. Dies betrifft in erste Linie die eigene Darstellung in den Profilen, wie z.B. SchülerVZ, aber auch Inhalte während der Kommunikation wie Mail, Chat, Twitter & Co. Ein zweiter wichtiger Punkt - man sollte niemanden einfach so vertrauen, den man nur aus dem Netz kennt.

Soziale Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit unter Jugendlichen, was halten Sie davon?

Wir sprechen hier von DEM Kommunikationsmittel der heutigen Jugend - aus meiner Sicht eine tolle Sache, wenn man an die Regel, wie etwa die von SchülerVZ hält. Grundsätzlich sollten diese Netzwerke aber nich den realen Kontakt und die realen Freunde verdrängen oder ersetzen. Also trefft Euch auch weiterhin in der realen Welt und unternehmt was zusammen.

Was sollten Jugendliche in solchen Netzwerken auf alle Fälle nicht tun?

Auf keinen Fall sollten diese Netzwerke für die Konfliktlösung oder Rachfeldzüge genutzt werden. Cybermobbing ist kein digitaler Spaß, sondern realer Ernst. Ebenso sollte immer darauf geachtet werden, dass keine Persönlichkeitsrechte oder Rechte am eigenen Bild verletzt werden. Und sollte es doch einmal zu Verstößen kommen, dann meldet diese an die Betreiber.

Ihre Computerschule bietet vor allem Jugendlichen viele Möglichkeiten, welche sind das konkret?

Unser Angebot reicht vom ersten Mausklick bei den ganz Kleinen, bis hin zum Erlernen einer Programmiersprache. Schwerpunkte legen wir auf die Grundlagen im Umgang mit dem Computer, die Nutzung von Office-Anwendungen, z.B. für Schule und Hobby, aber auch auf den Bereich Medienkompetenz, wie die altersgerechte und sichere Internetnutzung und Wissenrecherche. Und für alle richtig Computerbegeisterten bieten wir Kurse in den Bereichen Bildbearbeitung, Multimedia, Websitenerstellung bis hin zur Spieleprogrammierung.

Wie oft sind Sie eigentlich online?

Lacht. Er ist so, dass ich morgens um 8.00 Uhr im Büro den PC einschalte und mich nicht selten dabei erwische auch noch um 22.00 Uhr auf der Couch Mails zu beantworten. Aber natürlich gibt es auch onlinefreie Zeiten, die ich dann mit der Familie verbringe.

Quelle:
Schülerzeitung, Gymnasium Stahnsdorf

 
Offen darüber reden! PDF Drucken E-Mail

März 2011, Kleinmachnow

Polizei klärt Kleinmachnower Schüler über das Thema „Cyber-Mobbing“ auf

medientage_kindIn Berlin ergreifen Schüler jetzt selber die Initiative. In der Steglitzer Fichtenbergschule wehren sich die Jugendlichen seit letzter Woche gegen Cyber-Mobbing. Aktueller und trauriger Anlass war eine Gewaltattacke gegen einen 17-Jährigen in Berlin-Wedding: Der war von vermutlich 20 Jugendlichen krankenhausreif geschlagen worden, nachdem er versucht hatte, Beleidigungen gegen seine Freundin mit den Mobbern zu klären. Im Internet-Forum „isharegossip“ (zu Deutsch : „Ich teile Gerüchte“) war gegen die Freundin gehetzt worden. Mit der Aktion „ihategossip“ („Ich hasse Gerüchte“) versuchen die Steglitzer nun ihre Mitschüler zum Boykott der Seite zu bewegen. Unter dem Motto „Wehret den Anfängen!“ war die Potsdamer Polizei eine Woche zuvor in der Kleinmachnower Grundschule am Seeberg vor Ort. Polizeikommissarin Anja Alijew und Polizeiobermeisterin Diane Jende von der Prävention im Schutzbereich klärten die Kinder der 5. und 6. Klassen über „Cyber-Mobbing“ auf. Interesse am Polizeiaufklärungsprojekt „Sicherheit im Netz“ haben weitere Schulen in Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf angemeldet. „Wir haben uns erst vor wenigen Wochen eingelesen, aber das Thema wird immer größer“, sagt Polizeiobermeisterin Jende. Der Umgang mit Handy und Computer ist für Grundschüler mittlerweile normal – selbst für Hausaufgaben muss oft das Internet zu Rate gezogen werden. Von den Eltern hingegen wird „das Problem Internet noch völlig unterschätzt“, meint Diane Jende. Dennoch zeigen Eltern in der Region in der Regel wesentlich mehr Interesse, was ihre Kinder am PC machen, als in den Großstädten, meint Sven Ronstedt, der mit seiner Firma „media4Kids“  etliche Schulen betreut. Als Vater arbeitet er an dem Polizeiprojekt in Kleinmachnow mit und informiert über die technische Seite. „Kinder wachsen hier noch mehr behüteter auf als in den Metropolen“, sagt Sven Ronstedt. Einigen Eltern attestiert er dagegen noch „Unbeholfenheit“ im Umgang mitdem PC. Dennoch können auch hier die Eltern nicht alles wissen. Schon ab der 5. Klasse chatten die Kinder ganz selbstverständlich in Foren, wie „Facebook“, sind beim Internettelefonanbieter „Skype“ angemeldet und laden Musik und Spiele herunter. „Wir machen Hausaufgaben gemeinsam übers Internet, weil es schneller geht“, sagt die 12-jährige Josefine aus der Klasse 6b. Von Erfahrungen mit Cyber-Mobbing haben nur „vereinzelt“ Kinder an der Grundschule am Seeberg berichtet, sagt die Polizeiobermeisterin. Eine 12-jährige Schülerin wurde allerdings schon mal zum „Cam-Sex“ im Netz aufgefordert. Die Eltern reagierten schnell und ließen den Zugang sperren. Die wichtigste Botschaft an die Kinder ist: Mit den Eltern oder Erwachsenen, denen man vertraut, über unangenehme Cyber-Begegnungen zu sprechen! Die Schüler sehen dazu einen Film: Ein Mädchen verliert auf einer Party ihr Handy. Ein Junge findet es und stellt die darauf befindlichen Fotos ins Internet. Das Mädchen reagiert nicht darauf, weil sie die Sache unterschätzt und weil sie sich schämt. Die Folge: Die Häme ihre Mitschüler wird für sie zum täglichen Spießrutenlauf. „Ihr müsst offen darüber reden!“, sagt die Polizeiobermeisterin den Sechstklässlern, „sonst denken die Täter, sie hätten freie Hand“. Auch dass es sich dabei nicht um einen Dummen-Jungen-Streich handelt, wird den Kindern vermittelt. Bedrohung, Beleidigung, Erpressung, Nötigung und seelische Körperverletzung sind Straftaten. Die Folgen können die Täter oft nicht einschätzen, sagt die Polizei. Ihrer habhaft zu werden, ist allerdings auch nicht einfach. So genannte IP-Adressen, die jeder Internet-Nutzer hinterlässt, müssen schnell zurück - verfolgt werden – bevor sie gelöscht sind. Ansonsten gilt es Beweise zu sichern: Texte, Dateien und „Nicknames“ kopieren, speichern und der Polizei vorlegen. Den Schülern schärft die Polizeiobermeisterin Diana Jende ein: „Ich möchte, dass Ihr wisst, dass alles was Ihr hoch - ladet, weltweit zu sehen ist!“.

Quelle:
Karsten Sawalski, BÄKE Courier Ausg. 06/11

 
1. Medientage „Faszination Internet“ in der Grundschule Auf dem Seeberg Kleinmachnow PDF Drucken E-Mail

März 2011, Kleinmachnow

Was macht mein Kind, wenn es im Internet ist ? Wieviel ICH gehört ins Netz ?
Wann sollte man über Sicherheitssoftware und Internetfilter nachdenken ?
Ist alles kostenlos wo kostenlos drauf steht ? Mein Kind lädt Musik aus dem Netz…

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen auch die Eltern, Lehrer und Schüler der Kleinmachnower Grundschule Auf dem Seeberg wenn es um das Thema Internet geht.

In Zusammenarbeit mit der Polizei Potsdam Sachgebiet Prävention und der media4kids Computerschule fanden die 1. Medientage „Faszination Internet“ statt. Inhaltliche Schwerpunkte lagen auf den Themen „Wieviel ICH gehört ins Netz“ und „Cybermobbing - digitaler Spaß oder realer Ernst?“.

Durchgeführt wurden die Medientage in den 5. und 6. Klassen der Schule im Rahmen eines Workshops über jeweils 3 Unterrichtsstunden. Dabei diskutierten die Kinder u.a. Fragen wie:

  • Was darf ich mein Profil und was nicht?
  • Wie funktioniert die Privatsphärenfunktion?
  • Wer ist der andere im Netz ? – Wem und was darf ich trauen?
  • Was passiert mit Daten, die ich einmal ins Netz gestellt habe?
  • Cybermobbing – wie wehre ich mich wenn ich betroffen bin ?
  • Wie funktioniert die Privatsphärenfunktion?

Die Kinder hatten auch die Möglichkeit einmal zu googln, was man über sie oder Ihre Eltern und Lehrer im Netz so findet. Hierbei kam zu einigen „Aha“ und „Schau mal hier“  Situationen…

In der Woche zuvor fand zusätzlich ein Elternabend statt – hier hatten die Eltern die Möglichkeit einmal das Medium Internet aus den Augen Ihrer Kinder zu betrachten.  Vorgestellt wurden Themen wie sichere Internetnutzung, Kommunikationsmöglichkeiten im Netz…, Dabei stand Sensibilisierung der Eltern im Vordergrund und nicht Empfehlung von Verboten. Gemeinsam wurden Empfehlungen im Umgang mit den Medien diskutiert und ganz persönliche Fragen beantwortet. Zusammenfassend waren die 1. Medientage ein voller Erfolg, auf den hoffentlich noch viele weitere Medientage folgen werden.

Presseberichte:

tagesspiegel maz pnn
 
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